Natur Oberbecksen
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Totholz- Impressionen

"Was für eine Unordnung" 

so die Meinung von vielen zu dem Thema "Totholz"

 

 

"Eine sehr wichtige Unordnung" wie ich finde

 

Warum wichtig?

 

Als Totholz bezeichnet man liegende oder stehende Bäume, oder Teile davon, die bereits abgestorben sind. Zum Beispiel : Baumstäme, Baumstümpfe, Asthaufen und ähnliche.

Besonders für sehr viele Käferarten bieten solche Totholzvorkommen eine wichtige Lebensgrundlage.

Doch nicht nur Käfer nutzen diesen "Raum" zum Leben.

Des Weiteren finden dort

  • Holzwespen
  • Wildbienen
  • Ameisen

und viele andere eine Nische zum Leben.

Insekten übertragen Pilzsporen auf das Totholz, Pilze entstehen und so dienen sie wiederum als Nahrungsquelle und Teillebensraum für die Insekten.

Diese werden dann gerne von z.B. Vögeln als Nahrungsgrundlage genutzt.

Ein Kreislauf.

Doch wird vielen Tieren nicht nur ein Nahrungsspektrum geboten.

Vögel nutzen Totholz als Brut- und Nistplatz, sogar als Überwinterungsmöglichkeit.

Die z.B. von Spechten gezimmerten Baumhöhlen werden nach dem Verlassen von verschiedenen Eulenarten, Hohltauben oder Kleinsäugern aufgesucht.

Auch umgeworfene Wurzelteller dienen als Brutstätten von teilweise gefährdeten Arten.

Molche, Kröten, Salamander, Blindschleichen, Eidechsen und viele mehr finden unter dem Totholz, oder den Rinden eine gute Überwinterungsstätte.

Auch Moose und Flechten sind häufig auf Totholz zu finden. Auch sie dienen als Lebensraum und beherbergen eine Vielzahl an Insekten.

 

Totholz trägt also so zur Artenvielfalt bei.



 

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© Antje Brandt