Natur Oberbecksen
Natur Oberbecksen

Waldohreulen 2014

Alles begann mit den Walderlebnistagen einiger Kinder der Kita Pusteblume.

Auf unserem Rückweg zum Treffpunkt konnten wir einen Traktor mit Mähwerk beobachten, der in einem kleinen Waldbereich Rasenflächen gemäht hat.

Beim Vorbeigehen vernahmen wir außergewöhnliches "Fiepen".

Bei genauerem Hinsehen konnten wir ca. 6 "Greifvögel" entdecken. Um welche Art es sich handelte, war uns nicht sofort klar. Erst die Fotoaufnahmen brachten Licht ins Dunkel.

Es waren Waldohreulen.

Zum Glück waren sie schon recht groß und sehr gewandt in ihrer Flugweise.

 

Am darauffolgenden Tag haben wir uns mit den Kindern auf Spurensuche begeben. Die Kinder waren so gespannt, dass man nur gelegentlich das Reiben der Matschhosen und hier und da mal ein Knacken von Stöcken hören konnte.

 

Gefunden haben wir Gewölle und Federn.

Und:

Einige aufmerksame Eulen, die uns beobachtet haben.

Nachdem sie bemerkt haben, dass von uns keine Gefahr ausgeht, haben sie sich wieder in "Putzposition" begeben und/oder weiter gedöst.

 

Ganz wichtig an dieser Stelle: Wir haben uns dort nur sehr kurz aufgehalten, um evtl. weitere Störungen zu vermeiden.

Dokumentation der Kinder

Fotos: Markus Leinberger

Der "Mäher" hat uns ein einmaliges Erlebnis beschert (die Jungvögel waren zum Glück schon alt genug)

...aber...er hat auch einen sehr großen Schaden angerichtet. Zu sehen auf folgenden Fotos:

Durch solche Verletzungen können leicht Pilze, Bakterien und Schädlinge eindringen, die den Baum krank machen.

Eine Information an die betreffende Stelle ist bereits erfolg.

Waldohreule im Portrait

Die Waldohreule ( Asio otus)

 

Sie ist eine der häufigstens Eulen in Mitteleuropa.

 

Körperlänge: ca. 36 cm

Spannweite: ca. 95 cm

Besondere Merkmale: die Federohren

Diese dienen nicht als Hörorgan, sondern fungieren eher als "Stimmungszeiger"

Zur Verstärkung der Hörleistung dient der auffällige Gesichtsschleier.

Die Iris der Waldohreule ist orange-gelb.

Die Waldohreule bewohnt oft waldrandnahe Flächen.

Hier nutzt sie Bäume (bevorzugt Nadelbäume) als Tagesrastplatz.

Nachts geht sie auf die Jagd nach Mäusen. Auch kleine Singvogelarten zählen zu ihrem Beutespektrum.

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© Antje Brandt