Natur Oberbecksen
Natur Oberbecksen

Natur im Energiesparmodus bis hin zum Frühlingserwachen

Wer in der Natur unterwegs ist, der weiß, es gibt hier Einiges zu entdecken und zu bewundern.

Die Natur bietet uns Erholungs- und Erfahrungsraum. Wir nutzen sie für Spaziergänge oder zum Wandern, zum Entschleunigen und Entspannen, für die sportliche Fitness, für Naturerlebnisse und vielem mehr. Solche Aktivitäten sind, besonders zu Zeiten von Corona, mehr als wichtig für einen richtigen Ausgleich.

Doch gerade hier möchten wir darauf hinweisen, Rücksicht zu nehmen. Nur, wenn wir ein paar kleine Regeln beachten, steht der Erholung im „Wohnzimmer der Tiere“ nichts im Wege.

Wie ist es, wenn wir dort unterwegs sind? Worauf sollten wir achten, damit eine gute Balance zwischen Nutzen und Schutz hergestellt wird?

Auch, wenn wir die Tiere nicht sehen, heißt dies nicht, dass sie nicht da sind. Oft haben sie uns schon längst gewittert und sind geflüchtet. In der Nähe von vielbefahrenen Straßen führt dies leider auch oft zu einem Wildunfall.

Wegnetze und Straßen engen Wildtiere bereits in ihren Lebensräumen stark ein, deshalb ist es wichtig, ihnen zumindest diesen Raum zu lassen. Besonders schädlich sind Aktivitäten abseits der Wege. Für unsere heimischen Wildtiere, bilden Hecken, Wald- und Wiesenbereiche und Dickicht oft einzige Rückzugsmöglichkeiten. Bitte bleiben sie hier auf den Wegen und leinen sie ihre Hunde möglichst an.

Achten sie bitte auf die entsprechenden Hinweisschilder, z.B. in einem Naturschutzgebiet ist es z.B. generell verboten, die Wege zu verlassen und Hunde müssen dort immer angeleint sein.

Im Winter müssen unsere heimischen Wildtiere ihren Modus herunterfahren. Sie passen sich den herrschenden Temperaturen und Gegebenheiten an und das natürliche Futterangebot wird knapp. Aber einmal aufgescheucht, verbrauchen sie ihre mühsam gesammelten Kraft- und Futterreserven, die sie eigentlich in der kalten Jahreszeit zum Überleben benötigen.

 


 

Sie sind besonders auf unsere Rücksichtnahme angewiesen: Feldhase, Feldlerche und Kiebitz

Im Frühling dient zum Beispiel die Wiese als Brutplatz. Die stark bedrohten Arten, wie Kiebitz und Feldlerche ziehen hier ihre Jungen groß. Da sie am Boden brüten, tarnen sie ihre Nester und Eier sehr gut. Auch Feldhasen und Rehe legen ihre Jungtiere auf Wiesen ab. Und zwar so gut, dass sie für uns meist nicht sichtbar sind. Stöbern Hunde mit ihren feinen Nasen diese hilflosen Tiere auf, ist dies meist ein Todesurteil.

Besorgte Bürger haben bereits schon oft berichtet, dass sie beobachtet haben, wie Junghasen fast bis zur völligen Erschöpfung durch freilaufende Hunde über eine Wiese gejagt wurden. Solche Situationen müssen einfach nicht sein, wenn wir den Ablauf der Natur im Jahreskreislauf verstehen und akzeptieren.

Auf keinen Fall sollten Jungtiere angefasst werden. Der fremde Geruch irritiert die erwachsenen Tiere und lässt sie eventuell den Nachwuchs verstoßen. Normalerweise sind die Eltern in der Nähe, beobachten und kommen schnell, wenn die Gefahr vorüber ist, wieder zu ihren Kleinen zurück. Dies gilt auch für Jungvögel, die manchmal am Boden sitzend, beobachtet werden. In den meisten Fällen, sind die Vögel bereits flügge und werden noch von ihren Eltern gefüttert.


 

Bei jedem Eingriff in die Natur, bedenken sie bitte immer die Folgen für die Tiere. Unweigerlich ist bei Nichtbeachtung mit dem Verlust der Jung- oder der Alttiere und energiezehrende Flucht und Panik zu rechnen.

Dazu kommt, dass verlassenen Jungtiere fachmännisch aufgezogen werden müssen. wer übernimmt die Kosten und wer betreibt den Aufwand? Wo ist die nächste Wildtierauffangstation?

Wir appellieren hier an den gesunden Menschenverstand und den nötigen Respekt gegenüber unserer heimischen Tierwelt, einige Regeln zum gemeinsamen Nutzen der Natur zu berücksichtigen.

Die Natur wird es uns danken.

Im Namen der AG Natur und der Naturschutzwacht des Kreises Minden -Lübbecke

Wolfgang Heper, Erwin Mattegiet und Antje Brandt

Fotos: Pixabay

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© Antje Brandt